Jaipur

Der Tag startete mit einer 8 Stündigen Busfahrt. Je näher wir Jaipur kamen, desto voller wurde es wieder auf der Autobahn.

Ich nutzte die Zeit zum Schlafen 😅 Musik auf die Ohren und weg war ich. Die letzten Tage haben dann doch sehr geschlaucht.

Am späten Nachmittag kamen wir dann in Jaipur an. Auch bekannt als Pink City. So genannt, da die Häuser alle "pink" gestrichen seien. Ich würde sie eher Ocker City nennen 😉 aber wieder etwas ganz anderes und hatte auf jeden Fall seinen Charme.


Es ist eine Planstadt mit großen Straßen. Aber wieder sehr voll und das Gehupe hatte wieder ne ordentliche Lautstärke.


Der Bus ließ uns raus und für uns ging es ein Stück durch den Verkehr. Immer schön langsam. Vorbei ging es auch an einen Wasseräpfelverkäufer und wir durften probieren. Sie werden geschält wie eine Nuss, Konsistenz ist ähnlich wie ein Apfel und der Geschmack eher wie Melone. Aber sehr lecker.


Hatten wir bereits eine Tuktuk-Fahrt hinter uns, ging es nun auf eine Fahrrad-Rikscha. Auch hier ging es wieder ins Getümmel.


Abgesetzt wurden wir am Observatorium. Ich finde es immer wieder spannend wie früher die Menschen schon Gerätschaften erfunden haben um Zeit etc. zu Messen. 
Es gab verschiedene Sonnenuhren, Uhren an denen du abmessen konntest, welches Sternzeichen aktuell ist, usw. Sieht alles etwas angespacet aus, war aber sehr interessant.


Weiter ging es in den Stadtpalast. Heute zum Glück ohne größeres Museum 😉 Bevor es dann durch den Verkehr beim Einbruch der Dunkelheit in Richtung Hotel ging.


Unser Reiseleiter ist wirklich nett, aber manchmal kann man seinen Worten auch nicht folgen. Zudem erzählt er auch immer schon von Dingen, die erst in den nächsten Tagen passieren werden.
So erzählte er vom ersten Tag, von einer Jeepfahrt im Dunkeln. Und dass wir zu Glück hätten, weil wegen des Diwalis alles so schön beleuchtet sei. 
Jeden Tag fing er wieder davon an und ich freute mich schon auf diese Jeepfahrt.

Ja, was soll ich sagen? Die Stadt ist zu überfüllt und die Jeepfahrt fand nicht statt. Enttäuschend 😉
Aber auf dem Weg zum Hotel bekam man schon einen Eindruck der Beleuchtung.

Schon im Bus meinte unser Reiseleiter, dass auf den Reisen sonst, immer ein, zwei Personen krank werden und das wir bisher alle gesund sind. Beim Abendessen sprachen Kathi, ihre Mutter und ich ebenfalls darüber und dass die Mutter sich die Zähne immer mit dem normalen Wasser wäscht, was wir beide alles sehr Riskant empfanden.

Gestern noch drüber gesprochen, hatte es dann Kathrin über Nacht erwischt. Der Magen sagt nein. 

Aber zurück zum Morgen. Heute hieß es um 7 Uhr losfahren. Also 5.45 wecken, 6.15 Frühstück und Koffer raus, 7 Uhr Abfahrt.
Geht man dann zum Frühstück ergibt sich ein ähnliches Bild wie am Abreisetag auf der Aida. Vor jedem Zimmer steht ein Koffer.


Das Frühstück war gut und endlich gab es auch Samosas ♥️ dann noch kurz kontrollieren, dass der Koffer im Bus ist und den üblichen Platz einnehmen.

Der erste Stop war der Palast der Winde, bestehend aus einer vorgebauten Fassade. Mehr ist es dann auch nicht und sieht auch aus wie eine Filmkulisse. 


Nun ging es weiter zu einem Fort. Da der Weg dorthin schmal und steil ist, stiegen wir in Jeeps um, die uns hochbringen sollten.
Alternativ konnte man auch mit Elefanten reiten. Schlimm, wie sich die Tiere mit den Touristen den Berg hochbewegen. Erinnerte mich an die armen Esel auf Santorin.


Mit dem Jeep waren wir aber schnell oben und wurden gleich von vielen Händlern belagert, die uns allerlei Sachen verkaufen wollten. Gab es das bisher auch immer mal wieder, war es hier schon extrem.

Weiter ging es ins Fort. Welches mir bisher am Besten gefallen hat (vielleicht auch, weil es kein Museum hatte 😉). Auch der Ausblick war schön.


Das einzig nervige waren die ganzen Paare, die mit einer Armada an Fotografen im Gepäck ihre Verlobungsbildern und -videos drehten. Natürlich war es schön, diese ganzen schönen Paare anzuschauen. Aber ständig wurde man verscheucht und die schönsten Spots waren ständig bevölkert. 


Unser Reiseleiter ist sehr um uns bemüht und Toilette ist immer ein Thema. So gab er uns Zeit auf eine saubere, schöne Toilette zu gehen. Und es war auch wirklich sauber.
Amüsiert habe ich mich über die Beschilderung mit "normalen Toiletten" und "westliche Toiletten" 😅 Wie ihr meinen vorherigen Blog Einträgen entnehmen konntet, bin ich natürlich auf die "normale Toilette" gegangen.


Das Fort hatte sich mittlerweile ordentlich gefüllt und es ging für uns mit den Jeep wieder zum Bus und weiter zum Wasserpalast. Auch hier waren wieder Brautpaare um Brautpaare am Bilder machen. Nach einem kurzen Fotostop ging es weiter.


Diesmal zu einer Handmanufaktur. Hatten wir Schmuck und Stoffe schon hinter uns gebracht, bekamen wir nun das Teppich knüpfen und Stoff stempeln gezeigt.

Gerade Teppichmanufakturen habe ich nun schon wirklich oft gesehen. Es langweilt. Auch wenn ich sagen muss, dass das was gezeigt wurde auch wirklich schön war. Und preislich auch für Größe und Qualität OK. Trotzdem brauche ich keinen Teppich 😅


Im Verkaufsraum gab es dann auch nochmal Stoffe und auch die Schaals und Saris waren wirklich schön. Und es wurde auch wieder fröhlich eingekauft. Aber natürlich nicht von mir 😉

Alle noch Mal aufs Klo und weiter geht die Fahrt in Richtung Agra.

Neben unseren Reiseleiter und Busfahrer haben wir noch eine Begleitung dabei. Er kümmert sich bestens um uns. Hilft uns beim ein- und aussteigen. Desinfiziert unsere Hände. Versorgt uns mit Getränken und jeden Tag gibt es Snacks, Bananen und Co. Da bleibt kaum ein Wunsch offen 😉


Nach zwei Stunden Fahrt kommen wir an unserem nächsten Ziel an, einen Stufenbrunnen. Auch wenn es sonst hier viel Wasser gibt, da der September so verregnet war, war der Brunnen Recht leer. Aber umso schöner ♥️


Jetzt sollte es auf direkten Wege nach Agra in unser Hotel gehen. Hat auch nur knapp 4 Stunden im Vollstau gebraucht 😅 Angekommen ging es nur schnell aufs Zimmer und dann schon wieder in die Lobby. Heute sollte es kein Essen im Hotel, sondern außerhalb geben.

Der Reiseleiter ging vorne weg und bog dann in eine sehr dunkle verlassene Straße ein. Alleine wäre ich da auf jeden Fall nicht eingegangen. Angekommen am Restaurant war es wieder ein Touri-Restaurant und auch wieder mit Buffet nach europäischen Geschmack. Sehr sehr schade. Es war zwar gut, aber halt auf den Europäer abgestimmt. Ich wollte doch richtiges indisches Essen 😞


Also Kollegen, ihr wisst: Thursday is Indian day! Ich freue mich schon auf mein Chicken Korma bei unserem Stamminder 😉

Mittlerweile war es 21 Uhr und wir wussten schon, dass wir morgen um 5 Uhr starten. Alle waren kaputt und müde, also motivierte ich alle aufzustehen, dann wird auch der Reiseleiter bereit sein zu gehen. Gemacht, getan und der Reiseleiter ist auch direkt aufgesprungen. 
Aus dem Restaurant ist er dann links lang gegangen, wir kamen aber von rechts. Habe ihm das auch gesagt und gefragt, ob wir ne Runde laufen. Richtig drauf reagiert hat er nicht. Aber nach 300 Metern hat er dann selbst gemerkt, dass wir falsch sind und mussten nochmal drehen.

Jetzt geht's gleich schlafen und morgen soll dann das Highlight der Reise kommen ...

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