Pushkar und Jodhpur
Auf meinen letzten Reisen hatte ich immer mein Surface dabei und habe meinen Blog-Post auf dem Handy in der App vorbereitet und dann übers Surface verfeinert, Bilder hochgeladen und veröffentlicht.
Nachdem Netflix so "lieb" war und die Download-Funktion für Windows abgeschafft hat, kann ich entsprechen keine Filme und Serien auf mein Surface laden (danke für nichts Netflix). Da ich in Indien nicht mein Surface und mein Tablet (für das herunterladen von Filmen) mitnehmen wollte, verzichtete ich drauf und wollte alles mit dem Handy machen.
Die Blogger App ist nicht besonders gut und sehr langsam. Ich habe bereits gestern im Bus angefangen meinen heutigen Blogpost zu schreiben, habe heute im laufenden Tag weitergeschrieben und eben die letzten 3 Stunden damit verbracht die Bilder hochzuladen. Mit viel Geduld (und wer mich kennt, der weiß das ich diese eigentlich nicht habe 😤).
Natürlich habe ich immer wieder zwischendrin gespeichert, bin ja keine Anfängerin. Nun war ich bereits bei den letzten Bildern und wollte noch einmal speichern. Was soll ich sagen? Die verfickte Kack App, hatte irgendein Problem und hat meinen Entwurf LEER gespeichert? Ist das dein fucking ernst? 3-4 Stunden Arbeit umsonst 😡🤬🤬😡 ich könnte gerade echt mehr als kotzen.
Aber hilft ja alles nichts. Also bin ich einmal unter die kalte Dusche und während es draußen wegen des Diwali Festes noch fröhlich dahin böllert, schreibe ich diesen Blogpost erneut 🤮🤮 Seht es mir nach, dass ich allerdings keine Bilder hochladen werde....
Die Nacht war kurz und der Wecker klingelte um 4 Uhr morgens. Da sich unsere Koffer bereits am Abend vorher mit dem Bus auf den Weg gemacht hat, gab es zum Glück nichts zum packen.
Mit einem anderen Bus ging es dann zur Bahnstation und von dort 6 Stunden mit dem Zug weiter.
Die Sitze waren bequem und man hatte wesentlich mehr Platz wie in einem ICE. Dazu war die Verpflegung vorzüglich. Inbegriffen war ein Frühstück mit Kaffee und Tee und alle halbestunde lief jemand mit allerlei Essen und Drinks durch die Gänge. Da kann sich die deutsche Bahn mal ne Scheibe abschneiden.
Ich schlief die meiste Zeit der Fahrt.
Am Bahnhof angekommen wartete schon unser Bus, der uns dann zu unserem Hotel brachte. Was eine Oase ❤️
Ein wunderschönes Hotel mit einem tollen Garten.
Wir hatten nun 2 Stunden Zeit, bevor es weiter nach Pushkar gehen sollte. Ich vertrieb mir die Zeit mit einer Massage. 25€ für 60 Minuten Ganzkörpermassage, da kann man nicht meckern.
Ich wurde in einen kleinen, etwas schmuddeligen Raum mit zwei Liegen geführt. Nach dem entkleiden durfte ich mich dann auf eine der beiden Liegen legen und schon ging es los.
Kurz danach wurde eine weitere Dame aus meiner Reisegruppe in den Raum geführt und neben mir auf der Liege platziert. Das hatte ich auch noch nicht erlebt 😅
Die Massage war anders als alles was ich bisher kannte. Aber war sehr gut. Sie befasste sich mit jedem Zentimeter meines Körpers, hier wird die GANZkörpermassage ernst genommen 🤪 unter anderem auch mit meiner Kniescheibe. Und hier lernte ich auch noch etwas über mich selbst 😅 ich bin ziemlich kitzelig an meiner Kniescheibe 🤣
Nach der Massage ging es unter die Dusche (das leicht ranzig riechende Öl runterbekommen) und sortierte meinen Koffer neu. Dann ging es schon wieder in die Lobby und in den Bus.
Der Bus fuhr uns zu einem Basar über welchen wir bis zu einem Tempel liefen. Der Basar war ziemlich leer. So sieht also das überfüllte Indien aus 😉
Am Tempel hieß es wieder Schuhe ausziehen und dann ging's los. Der Tempel war nicht der Rede wert.
Die Schuhe wurden wieder geholt und es ging weiter zu einem See. Dort war es sehr schön, auch wenn die Bilder das nicht einfangen konnten.
Damit war das Programm für heute beendet und wir liefen zurück zum Bus. Dort erwartete uns ein unerwartetes Problem. Ein Kamel versperrte den Eingang zum Bus.
Kamele hatte ich irgendwie nicht in Indien erwartet.
Im Hotel angekommen ging es zum Essen, zeitgleich begann das Spiel der Eintracht gegen Freiburg. Meine Mutter hielt mich während des Essens auf dem laufenden.
Die im Hotel wollten das Essen wohl uns Europäern Recht machen. Das Essen war demnach nicht scharf, aber leider einfach garnicht gewürzt. Schade.
Ich verabschiedete mich dann recht schnell, wollte ich doch wenigstens die zweite Halbzeit hören. Und so lag ich im Bett und hörte mir das restliche Spiel an. Doppelpack von Johnny B. Doch leider reichte es nur zu einem 2:2, da wäre mehr drin gewesen.
Da es bei uns bereits 22 Uhr war und der Wecker heute morgen wieder um 6.30 ging, machte ich mich bereit zum Schlafen. Zum Diwali Fest gehört Feuerwerk und wie bei uns, wurde bereits gestern schon ordentlich gezündet. Bei manchen Böllern hatte man eher das Gefühl , dass eine Bombe eingeschlagen ist. Aber die Müdigkeit siegte und ich schlief schnell ein.
Genauso schnell klingelte der Wecker. Also hieß es wieder Sachen packen und runter zum Frühstück. Hier gab es Toast, aber auch kleine Kugeln die mit Kartoffeln gefüllt waren, ähnlich wie Samosas. Dazu gab es eine rote Soße, die laut Reiseleiter nicht scharf war. Sie war natürlich scharf 😅 aber auch seehr lecker.
Nun hieß es wieder in den Bus einsteigen, der uns die nächsten 4 1/2 Stunden nach Jodhpur bringen sollte.
Ich schlief ein Teil und unser Reiseleiter erzählte hin und wieder etwas. Wie das immer so ist, vergisst man das meiste gleich wieder. Eins ist mir aber im Gedächtnis geblieben 😅 Kühe sind hier heilig und auch der Kuhfladen wird verwendet um Häuser damit zu bekleben, beschmieren (?) keine Ahnung, es auf jeden Fall an die Wände zu bringen 😅 Da es Familien gibt, die zu arm sind sich eine Kuh zu leisten, gibt es ein ganzes Business dazu. Angeblich kannst du selbst bei Amazon Kuhmist kaufen 😅
In Jodhpur angekommen ging es auf einen Berg zu einem Fort. Von dort hatte man eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt. Die auch die blaue Stadt genannt wird. Wie in Spanien werden die Häuser wegen der Sonne angemalt. In Spanien weiß und hier blau. Beides erzeugt auf jeden Fall ein tolles Stadtbild.
Ich machte 1 Millionen Fotos und erzählte jedem der es hören wollte (und auch nicht) wie schön es hier ist.
Im Fort waren auch einige Inder und wie ich es bereits aus Asien und Afrika kannte, waren sie genauso fasziniert von uns, wie wir von ihnen. Ständig mussten wir Bilder machen.
Mir hat das Fort sehr gut gefallen. Weiter ging es über einen steilen Abhang runter in die Stadt zu den blauen Häusern.
Unterwegs hielten wir um einheimische Zigaretten zu testen. Eine aus meiner Reisegruppe traute sich auch eine zu rauchen.
Weiter ging es zu einem Basar. Hier waren wir dann wieder mitten im Trubel. Menschenmassen und dazwischen Roller und Tuktuks und vor allem Hupen, Hupen, Hupen. Das war vielleicht eine Geräuchskulisse. Einigen in unserer Gruppe war es auch etwas zuviel. Ich mag den Trubel ja.
Unser Reiseleiter führte uns zu einem Lassi Restaurant. Zumindest Mango Lassi kennt man ja aus Deutschland (zumindest ich, die regelmäßig indische Restaurants besucht 😉). Hier gab es nun Safran Lassi, in einem Tongefäß, mit einem Holzlöffel. Schlimmer geht nimmer 🫣 aber ich schlürfte den Lassi einfach und berührte weder das Tongefäß, noch den Holzlöffel. Somit ging es und schmeckte auch lecker. Auch wenn Safran jetzt für mich kein üblicher Geschmack ist.
Auch hier wurden wir wieder von Indern für Fotos belagert.
Gegenüber von mir saß eine Familie mit zwei Kindern und die Eltern wollten unbedingt, dass einer der Jungs zu mir rüber geht und ein Bild macht. Er war extrem schüchtern und es dauerte eine Weile, bis die Eltern ihn überredet hatten. Ich bin mir auch nicht sicher ob er gelacht hat 😅 aber das Bild war auf jeden Fall gemacht.
Nachdem alle ihr Lassi fertig hatten, entließ uns unserer Reiseführer für eine halbe Stunde auf den Basar.
Wie schön geschrieben, war es einigen nicht ganz geheuer und sie blieben lieber am Treffpunkt. Ich wollte natürlich rein ins Getümmel und mir schlossen sich drei weitere Frauen an. Eine von ihnen, Verena, hatte am Anfang ziemlich Angst, aber sie ließ sich schnell von meiner Begeisterung anstecken und wir liefen durch die Gänge und ließen das Chaos auf uns wirken. Wir gingen auch in einen der Stoffläden und die anderen kauften auch jeweils einen Schaal.
Dann war die Zeit schon rum und es ging zurück zum Treffpunkt. Von hier ging es weiter mit dem Tuktuk zum Bus. Ich bin ja bereits oft Tuktuk gefahren und auch in Asien war das teilweise eine heikle Angelegenheit, aber hier war es in Punkt Schnelligkeit und fast Unfallbauen eine Nummer härter. Aber es hat Spaß gemacht und wir kamen alle unbeschadet am Bus an. Alle? Beim durchzählen viel auf, dass ein Tuktuk fehlte. Nach einigen Telefonaten stellte sich heraus, dass der Tuktuk Fahrer neu war und sich verfahren hatte 😅
Aber kurz danach kam dann auch das letzte Tuktuk am Bus an und für uns ging es ins Hotel.
Schnell eingecheckt und ab zum Essen. Heute war es wieder lecker und scharf. Nach dem Essen ging es zurück in den Bus. Schließlich ist heute Diwali und unser Busfahrer hatten den Bus geschmückt und führte für uns eine Zeremonie durch.
Im Anschluss gab es für uns einen roten Punkt auf die Stirn, ein Band um den Arm und eine Süßigkeit. Wie schon geschrieben gehört auch das Feuerwerk dazu und so machten wir uns auf die Straße und knallten ebenfalls ein bisschen zusammen mit dem Hotel Personal.
Jetzt drei Stunden später knallen sie immer noch heftig. War auf jeden Fall ein Erlebnis und ich bin froh, jetzt den Blogpost ein zweites Mal fertig zu haben 😅 in 6 Stunden klingelt der Wecker 💤💤
Damit ihr nicht ganz ohne Bilder auskommen müsst, habe ich mal versucht ein öffentliches Album zu erstellen, vielleicht klappt es ja: https://photos.app.goo.gl/2bPDWwj6dqbQPysa7
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