Bergfest und eine Tanzeinlage
Der nächsten Tag begann mit Ausschlafen. Ein Großteil der Gruppe wollte noch einen Heli Flug über die Fälle machen. So hieß es erst zwischen 10 und 11 Uhr los.
Doch schon als ich um 9 aufwachte kam die Info über unsere WhatsApp Gruppe, dass die Flüge nicht stattfinden.
Zu dem Warum habe ich verschiedene Aussagen bekommen. Die Gicht sei zu hoch, die Wolken zu niedrig, Winde macht das Starten zu gefährlich.Was es am Ende war ist ja auch eigentlich egal.
Nach dem Frühstück gab es dann nochmal Aufruhr wegen des Geldes der Flüge. Das waren immerhin knapp 300 Euro für 12 Minuten und fast 500 für 30 Minuten, doch soviel Bargeld musste erstmal organisiert werden.
Aber irgendwann hatte jeder sein Geld und für uns ging es wieder auf die Road.
Halt machten wir an einer Wilddogs Auffangstation. Ich erinnere mich an meine erste Begegnung mit diesen schönen Tieren.
Es war 2011 und ich war auf Naankuse einer Tierauffangstation in Namibia. Anstatt eines Angestellten war ich mit einer Gruppe Volunteers unterwegs. Wir liefen ein Gehäge ab. Ich weiß nicht mehr welches Tier dort drin sein sollte, aber plötzlich kam das Rudel Wilddogs aus dem Gebüsch 😍
Ich wusste erstmal nicht was das für Tiere war und unser Führer (ebenfalls Volunteer) war auch ziemlich verwirrt. Hatten wir uns wohl ziemlich verlaufen. Leider hatte er keine Ahnung wo wir waren, noch ging das Funkgerät. Wir sind damals in der Mittagshitze von Namibia ziemlich lang rum geirrt, bis uns jemand gefunden hat. Das war nicht die coolste Erfahrung, aber in die Wilddogs habe ich mich gleich verliebt. Sehen sie für mich wie Micky Mäuse aus.
Sie sind leider vom Aussterben bedroht und es gibt nur noch wenige tausende. Zudem leben diese in Rudel, welche mit der Geburt wächst. Damit ist es unmöglich einzelne Hunde in anderen Rudeln zu integrieren.
Die Auffangstation betreibt Aufklärung, hilft beim Umsetzen von Rudeln, wenn sie für eine Farm zur Gefahr wird und nimmt verletzte Tiere auf. Im besten Fall können sie ein neues Rudel zusammen bilden und wieder auswildern.
Auf der Auffangstation leben aber auch zwei, die nicht mehr ausgewildert werden können. Und die konnten wir uns anschauen.
Weiter ging es in unsere nächste Lodge die in Mitte eines Nationalparks lag. Hier könnte es sein, dass die Tiere und gerade Elefanten auf der Anlage spazieren gehen oder aus dem Pool trinken kommen.
Jeder bekam ein kleines Häusschen zugewiesen. Das Haus war ohne Klima und auch Internet gab es nur mit Glück und Geduld nur an der Rezeption. Aber was eine Idylle ♥️
Für mich ging es direkt zum Pool mit Aussicht auf ein kleines Wasserloch. Geht's mir gut oder geht's mir gut? 😍
Die Ruhe war schnell vorbei, nachdem der Rest der Reisegruppe einfiel.
Ein bisschen im Wasser, ein bisschen in der Sonne liegen, ein bisschen Lesen und es ging für mich wieder in meine Hütte.
Am nächsten Morgen sollte es um 6 zur nächsten Safari gehen und ich wollte duschen und mein Koffer Umpacken. Bevor es dann zum Abendessen ging, setzte ich mich noch mal auf meine Terrasse mit meinem Buch.
Die Sonne ging langsam unter, es war still und man hörte nur die Tiere. Sooo schön ♥️
Zudem war Bergfest. Die Hälfte der Reise ist vorbei. Wie schnell ist das eigentlich passiert?
Nach dem Essen sollte es noch ein Tanz der Lodgemitarbeiter geben. So setzten wir uns alle in einen Halbkreis und dann begann das Trommeln auch schon. Eine Gruppe sang und tanzte. Ich mag den afrikanischen Singsang sehr gerne. Dazu sagen sie Waka Waka, da konnte ich dann auch mitsingen.
Irgendwann wurde ich dann aufgefordert mit in den Kreis zu kommen und zu tanzen. Ich lass mich natürlich nicht zweimal Bitten. Schuhe aus und ab in den Sand und mitgetanzt. Wenn da nicht mein Fuß wäre 🙈 Also habe ich versucht nur den gesunden Fuß zu belasten.
Ich wurde noch zwei weitere Male aufgefordert und wir hatten alle viel Spaß.
Danach ging es dann schlafen, wie gesagt am nächsten Morgen sollte es früh raus gehen. Auf dem Weg zu meiner Hütte traf ich einen sehr wütenden Österreicher der seine Hütte suchte. Er beschwerte sich Lautstark, dass ja nichts ausgeschildert ist und er findet seine Hütte nicht und im Dunkeln sieht alles anders aus 😅 noch lange nachdem sich unsere Wege getrennt haben, hörte ich ihn noch vor sich hin fluchen..
Die Hütte war zwar schön, hatte jedoch nur zwei Einzelbetten und ich hatte die Nacht ziemliche Schwierigkeiten nicht aus dem Bett zu fallen 😅 bin ich es doch gewohnt in einem 180x210 Meter Bett zu schlafen, das ich meistens auch voll ausnutzen 😅
Viel zu früh ging also der Wecker und mich begrüßte dieses wunderschöne Geschöpf im Bad 😅
Es hieß für alle wieder auf die bekannten Jeeps zu steigen und mit der Sonne ging es in den Nationalpark.
Dieser Park war sehr grün mit vielen dicken Gestrüpp und hohen Gras, dadurch ist das sichten von Tieren in dieser Jahreszeit extrem schwer. Ich fand die Landschaft wieder sehr schön und ein paar Tiere gab es ja auch zu sehen:
Danach ging es für 7 Stunden wieder in den Bus und nach Bulawayo. Waren die Straßen bisher ziemlich gut, war es nur wie erwartet. Mehr Schlagloch als Straße und natürlich nur Sand und kein Beton. Da wurden wir ordentlich durchgeschüttelt.
Bulawayo ist eine Stadt, die erste die wir in Simbabwe sehen.




























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