Vom Krüger Nationalpark bis zurück nach Frankfurt

 Unsere Fahrt zum Hotel war weiterhin regnerisch und wir kamen auch im strömenden Regen am Hotel an. 

Leider hatte unser Bus wohl bei unserer holprigen Fahrt in Simbabwe etwas abbekommen und einen großen Riss im Boden, was dazu führte, dass einige Koffer komplett durchnässt waren.

Ich hatte Glück (oder ist es bei der Reise vielleicht auch einfach Karma?) und mein Koffer war trocken. Auch das Zimmer war sehr schön und vor allem kein ungewünschter Gast im Bett oder in der Dusche ;) 

Im Programm für den nächsten Tag war eine Busfahrt im Krüger Nationalpark. Man konnte für 100 Dollar den Tag auch im offenen Jeep dazu buchen. Die gesamte Gruppe hatte schon einige Tage vorher die Jeeps gebucht und nur eine einzelne Person wollte das nicht.

Schon da habe ich mir Gedacht, dass das natürlich das gute Recht jedes Reisenden ist, aber das es schon blöd ist, wenn dann der Bus nur wegen einer Person fahren muss.

An diesem Abend erfuhr ich dann, dass der Bus nur eine Straße befahren darf und diese wegen der Überschwemmungen im letzten Jahr an vielen Stellen zerstört ist. Somit heißt es für den nächsten Tag uns zum Eingang des Parks zu bringen, wir würden dann in die Jeeps umsteigen, die entsprechend auch Offroad fahren können, dann würde der Bus 1 Stunde um den Park rum, zu einem anderen Eingang fahren müssen, dort könnte der Bus dann 2-3 Stunden eine Straße in den Park rein und auch wieder raus fahren. Und dann das gleiche wieder zurück. Eine Stunde um den Park rum, um dann den Rest der Gruppe wieder einsammeln. Das macht ja garkein Sinn!?

Irene hatte auch versucht mit ihr zu sprechen, aber sie wollte das so unbedingt, es ist ihr recht und steht so im Plan.

Bei mir wollte sie dann etwas darüber Lästern, dass Irene ja versucht hat sie zu überreden. Aber da war sie bei mir an der falschen Adresse und ich meinte auch, dass das ja ziemlich bescheuert sei und auch der arme Busfahrer, der wegen einer Person fahren muss. 
Sie hätte aber schon soviele Tiere gesehen und sie braucht das nicht. Ok, ist ihr gutes Recht. 

Der Aufreger sollte dann am nächsten Tag kommen. Wie gesagt, es ist des Gast sein gutes Recht, die Zusatzkosten nicht zu bezahlen und den Standard Plan zu wählen. ABER, diese unterirdische Person, hat dann die gesamte Fahrt GESCHLAFEN!  Und als Irene was über den Park und die Tiere erzählen wollte, hat sie gesagt, Irene soll leise sein!

Wie bodenlos kann ein Charakter sein!? Wenn sie kein Interesse hat, dann hätte sie auch im Hotel bleiben können, da hätte sie auch schlafen können, sich einen schönen Tag am Pool machen können. Aber nein, es steht im Programm, also ist es ihr recht!

Ich hab sie so gefressen! Sie hat uns schon erzählt wen sie alles verklagt hat und wen sie noch verklagen will. Das ist eine Person die nur nach Fehlern sucht, um dann gerichtlich vorzugehen. So ein Armutszeugnis (was nicht heißt, dass man sich alles gefallen lassen soll ;)  ). 

Mir tat Norman einfach nur leid, der den ganzen Tag wieder fahren musste, damit Madam hinten schlafen konnte. Er hätte sich um den kaputten Bus kümmern können, oder einfach mal einen mehr oder weniger freien Tag haben können. Auch Irene konnte dann nicht mit uns fahren, sondern musste mit der blöden Nudel im Bus sitzen. 

Solche Leute können einem eigentlich nur leid tun, aber mehr Leid tun mir Irene und Norman. Und auch ein bisschen Ich, das ich diese ganzen Menschen ertragen musste :P

So ging es also morgens um 4 Uhr mit der gesamten Mannschaft los in Richtung Krüger Nationalpark und soll ich euch sagen wie die Stimmung war? Natürlich nur am Meckern:
Wieso fahren wir so früh, die Sonne geht doch eh erst um 7 auf, draußen regnet es da sieht man eh keine Tiere, blablablabla.. Ich mach echt 10 Kreuze wenn ich diese Menschen nicht mehr sehen muss.

Bitte bleibt das nächste Mal einfach Zuhause.

Je länger diese reise geht, umso weniger kann ich mich von dieser negativen Energy abgrenzen. Ich bin diese Gruppe einfach leid. Sowas habe ich wirklich noch nie erlebt. 

So kam es dann auch, dass ich mich von der Gruppe etwas entfernt habe, als wir bei der Registrierung waren und auf unsere Jeeps gewartet haben.

Und siehe da, während die anderen noch wegen was weiß ich lamentierten, sah ich eine Bewegung in der Dunkelheit: Elefanten 💓

Sie waren keine 20 Meter von uns entfernt und liefen über die Straße und aßen am Wegrand. Außer meiner Hand an Personen die ich wirklich mochte, habe ich das niemand verraten ;) und daher haben es auch nicht alle gesehen.

Dann kamen die Jeeps. Im Vorfeld wurde schon bestimmt wer auf welchen Jeep kommt und ich hatte Glück, dass mein Jeep von den Leuten ganz Ok war. Und wir waren nur 7 Personen auf einem 9er Jeep (da ist es wieder das Karma :P).

Im leichten Nieselregen ging es dann los und wie schön ist der Park einfach? Wieder soo grün und einfach so schön.

Wir fuhren 8 Stunden mit 1 1/2 Stunden durch den Park. Leider waren alle Katzen gut versteckt und auch die Nashörner waren nicht zusehen. Aber viele Zebras, Giraffen, verschieden Vögel, Hyänen, Elefanten, verschiedene Antilopen, Büffel, Warzenschweine usw, haben wir gesehen. Auch wieder öfter verschiedene Tiere in Gruppen. Viele Tiere verschiedener Spezies bilden Gruppen um sich gegenseitig zu schützen. 

Für mich war es ein sehr erfolgreicher Tag. 




































Nach dem Abendessen ging es für mich in mein Zimmer und ich hatte meine Klamotten schon halb aus, als eine Nachricht von Lumi kam, dass sie und Silvio (der heute Geburtstag hatte) noch in die Bar gingen. Nagut, also Sachen wieder an und ab in die Bar. Dort waren dann auch noch Marion und Gabi. Also meine 4 Lieblingspersonen der Reise.


Es wurde ein lustiger Abend, mit dem ein oder anderen Glas Frangelico und Jacky Cola. Leicht angeschwippst ging es ins Bett und ließ mich entspannt schlafen ;)

Am nächsten Tag ging es dann nach Pritoria. Der letzte vollständige Tag.






Auf der Fahrt waren wir noch in einem kleine Privat Park, in dem wir dann doch noch Nashörner gesehen haben.


Im Hotel angekommen war ich fix und fertig und die Fatigue kickte rein. So schlief ich erst einmal ein wenig, bevor ich mich ans Packen und duschen machte.

Mitten beim Einseifen ging dann das Licht aus: Stromausfall.

Das scheint in Südafrika häufiger der Fall zu sein. Mit dem Fall der Apartheid, wurden viele weiße Personen in den Kraftwerken durch Schwarze ohne Qualifikationen ersetzt, so dass die Kraftwerke nach und nach mehr verfallen sind. Dazu gibt es eine hohe Korruption. Viele Kohlelastwagen werden durch mit Kohle bestaubten Stein ersetzt, die dann ebenfalls in den Kraftwerken für Probleme sorgen.

Es war ja noch Tageslicht, also war das für mich kein Problem. Für die anderen war natürlich das größte Problem: Bekommen wir heute denn dann was zu essen?

Mit Silvio und Lumi hatten wir Mittags schon ausgemacht, dass wir Abends in die Stadt essen fahren wollen. Nach meinem Fatigue Anfall war ich dann aber nicht mehr motiviert. Doch als ich dann vom Buffet hörte und mir die Karte anschaute, war ich dann doch wieder motiviert ;) Wieder ein Abend mit trockenem Reis für 25 € wollte ich dann doch nicht.

So riefen wir uns zu dritt ein Uber und es ging für uns in der Dämmerung in ein nahe gelegenes Einkaufszentrum.

Der Weg dorthin war etwas gruselig. Auf der Straße kein Mensch. Kein einziger. Nur Autos.

Pretoria ist sehr unsicher in Dunkelheit und selbst wenige 100 Meter werden im Auto zurückgelegt.

Wir kamen aber sicher im Einkaufszentrum an und fanden auch ein schönes Restaurant. Wir gönnten uns zum letzten Abend Cocktails (Alkoholfrei) und für mich gab es endlich leckere Nudeln.

Zurück ging es dann wieder mit dem Uber und wir standen vor einem Gebäude von dem ich Dachte das wäre unser Hotel. Der Fahrer war sich nicht sicher und Lumi und Silvio stiegen aus und meinten dann, dass es nicht unser Hotel ist.

Die anderen wollten erst laufen, aber ich meinte, wir sollten lieber Fahren. Wie gesagt, nicht mal die Einheimischen laufen Nachts.

Naja, er wollte dann natürlich Trinkgeld haben und am Ende habe ich ihm fast soviel Trinkgeld gegeben, wie die Fahrt gekostet hat. Aber es waren nur 5 € und Sicherheit geht vor.

Gut gesättigt ging es dann ein letztes Mal ins Bett. Noch eine Nacht im Flieger und ich würde wieder in meinem geliebten Wasserbett schlafen. 

Der nächste Tag war Abreisetag. 11 Personen sollten noch weiter nach Kapstadt reisen und der Rest zurück nach Frankfurt. Der Flug nach Kapstadt ging um 16 Uhr und unser Flug um 20 Uhr.

Der Tag startete mit einer kleinen Stadtrundfahrt durch Pretoria. Soviel gab es aber nicht zu sehen und zum weiteren Zeitvertreib wurden wir in ein Einkaufszentrum gefahren.













Liebe ich ja 😅. Lumi, Silvio und ich zogen los und schlenderten bisschen durchs Zentrum, hatten wir immerhin 1 1/2 Stunden zum Überbrücken. Wir gingen in paar Läden, aber ich hatte eh kein Interesse und die Sachen waren auch alle teurer wie in Deutschland.

So setzten wir uns noch in ein Kaffee und es gab Kuchen und Waffeln, richtig Hunger hatten wir nicht.

Weiter ging es zum Flughafen. Es war 14 Uhr und wir hatten einige Stunden zum Überbrücken.

Ich machte mich gleich aus dem Staub, wollte ich doch wirklich fast niemanden aus dieser Gruppe mehr sehen, die auch schon wieder am Meckern waren.

Ich setze mich hinter einen kleinen Laden, hörte mein Hörbuch zu Ende und telefonierte nochmal mit meiner Mama.

Dann konnten wir unser Gepäck aufgeben und durch die Sicherheitskontrolle. Dort wurde mein Rucksack rausgezogen und ziemlich genau untersucht, bis das Stück des Übels gefunden wurde: Mein Schweizer Taschenmesser 🙈

Welches ich in meiner Medikamenten Tasche hatte, welche ich am Morgen noch schnell ins Handgepäck gepackt hatte, weil mein Koffer zu schwer war. Schade!

Nach der Sicherheitskontrolle ging es für mich dank Amex und Priority Pass in die Business Lounge. Erstmal duschen!

Ist das doch ein riesen Luxus vor einem Abendflug nochmal zu duschen und frische Klamotten anzuziehen. Dann gab es noch leckeres Essen und ich chillte mich in einen der Sessel und las in Ruhe.

So lässt sich doch eine Reise beenden 😉

Der Flug selbst war dann unspektakulär. Nach vorne war viel Platz, die Sitze aber ziemlich eng. Hatte ich die meiste Zeit den Arm meines Nachbarn auf meiner Seite. Aber ich konnte trotzdem gute 5-6 Stunden des 11 Stunden Flugs schlafen. Und so landete ich um 5:30 mehr oder weniger Fit in Frankfurt.

Schnell durch die Passkontrolle, am Kofferband einer Hand von Personen noch Tschüss gesagt und den Rest würde ich hoffentlich nie wieder sehen 😜

Hatte ich zwei Wochen nicht in meine Arbeitssachen geschaut, tat ich es nun während ich auf meinen Vater wartete und siehe da, soo schlimm war es garnicht.

Um halb 9 war ich dann schon geduscht, die erste Maschine Wäsche war and und ich saß am Rechner und arbeitete. Urlaubstage sind heilig, wisst ihr ja 😅


Ich bin froh wieder in meinem Bett schlafen zu können und endlich kein trockenen Reis mehr essen zu müssen ;) aber sonst war es wirklich eine sehr schöne Reise und ich würde sie immer wieder machen (dann aber bitte mit einer anderen Gruppe)

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