Wunderschönes Simbabwe und wieder zurück in Südafrika
Von Bulawayo ging es weiter nach Masvingo. Dort waren wir wieder in einer Lodge und haben unsere Zimmer verteilt bekommen. Also ich mein Zimmer öffnete sah man noch die zurückgeschlagene Decke und den Abdruck des vorherigen Besucher. Aber es kam auch schon die Reinigungskraft und meinte sie würde es jetzt sauber machen.
15 Minuten später war dann auch mein Zimmer bezugsfertig und 45 Minuten später war bereits der nächste Treffpunkt für die Great Simbabwe Ruinen.
In der Zwischenzeit hatte es zu Regnen angefangen und wir trafen uns fast alle unter einem Schirm. Wir haben die ersten Kranken zu verzeichnen und andere, die kein Interesse hatten. So ging es in kleinerer Gruppe zu den Ruinen.
Dort beschrieb uns Irene die unterschiedlichen Wege und ließ uns dann individuell die Ruinen besuchen.
Es gab einen Berg den man über drei Wege besteigen konnte. Für mich war gleich klar, dass ich das nicht tun werde und bin zu den Ruinen ohne Bergsteigen gelaufen.
Hatte ich im Vorfeld von einer "Pyramide" gehört und Bilder gesehen, wollte ich diese auf jeden Fall sehen. Nach mehrerer Nachfrage konnte mir jemand beschreiben wo ich lang musste. So ging es über einige Steigungen und enge Gassen in eine Art Anlage. Die war etwas versteckt und hätte ich fast verpasst. Doch war dann am Ende eigentlich das Highlight der Ruinen inkl. Pyramide, die dann doch eher wie ein Turm oder Schornstein aussah.
Dort traf ich auf eine kleine Gruppe und musste mein erstes Foto mit Einheimischen machen. War das doch in Indien gefühlt jede 10 Minuten. Dann ging es wieder zurück ins Hotel und der Regen war wieder da, so dass selbst die Affen ein Unterschlupf suchten.
Am Nächsten Tag sollte es früh los gehen. Die Strecke die wir absolvieren sollten war sehr schlecht und es hat viel geregnet. Es bestand eine sehr hohe Gefahr stecken zu bleiben.
Dazu hatte Irene mit einer anderen Reisegruppe ausgemacht, dass sie kurz nach uns fahren würden. Sie haben einen Bus mit höheren Reifen und es besteht weniger Gefahr stecken zu bleiben. Und sie könnten uns rausziehen.
Allerdings hatte die Gruppe es sich wegen des Wetters anders überlegt und würden morgens erst die Ruinen machen und dann losfahren..
Unser Plan war nun es zu probieren und sonst zu drehen und einen anderen Weg, inkl. erheblichem Zeitaufwand zu nehmen. Na das verspricht doch wieder Abenteuer.
Die erste kritische Stelle kam und wir konnten sie langsam und ordentlich durchgeschüttelt gut überqueren. Die Straße war jedoch in beide Richtungen ein einziger Strom an LKWs und die Straße wurde schlechter. Kurz vor der zweiten kritischen Stelle ging dann nichts mehr. Alles stockte und unser Busfahrer verließ den Bus um zu schauen, wie die Situation ist.
Er kam nach einiger Zeit zurück und meinte das sich ein LKW festgefahren hat und die Stelle sehr schlecht, matschig und mit tiefen Rillen ist. Er glaube nicht, dass wir das schaffen werden. Aber der Verkehr fuhr wieder an und wir versuchten unser Glück. Und hatten auch sehr viel Glück. Keine drei LKWs vor uns kam ein Planierraupe und ebnete den Weg, so dass wir es dann doch schafften.
Ab jetzt konnten wir die Fahrt genießen und ist Simbabwe schön 😍 Leider sehr arm. Über 90% Arbeitslosigkeit und bis auf den größeren Städten gibt es kein Strom, kein Wasser, kein Netz. Die Menschen leben von ihren Erträgen auf dem Feld. Wasser sammeln sie vom Regen oder erhalten sie von LKWs die Wasser liefern. Gekocht wird auf offenen Feuerstellen.
Aber Landschaftlich fand ich Simbabwe unheimlich schön.
Dann waren wir wieder an der Grenzen und für uns ging es zurück nach Südafrika. Hier ergab sich unmittelbar ein anderes Bild. Anstatt Lehmhütten richtige Hauser und ersichtlich mit Strom.
Die Lodge für heute Nacht war wie ich mir ein Domizil von weißen in Südafrika während der Apartheid vorstelle.
Die Tierköpfe an der Wand. Schwere, alte Möbel. Kronleuchter, nach altem Geld stinkend.
Aber hat natürlich auch sein Charme und wir wurden auch gleich von zwei Hunden und einer Katze begrüßt 😍 (die Kinder, die sich gegenseitig mit einer Poolnudel im Pool verkloppt haben, konnte ich da ohne weiteres ignorieren).
Die Zimmer wurden verteilt und ich stiefelte mal wieder voll beladen los. Heute hatte ich die Zimmernummer 12b. Schnell das Haus gefunden und Überraschung, Überraschung, in meinem Zimmer lag ein Mann in meinem Bett 🤣 und meinte, das wäre 12a. War natürlich nicht 12a sondern 12b. Jetzt wurden schon die Witze gemacht, dass das ein Service von Berge & Meer (unser Rasurveranstalter) sei, da ich ja Single bin 😅 Zweimal auf einer Reise ist das doch ungewöhnlich. Diesmal konnten die Zimmer nicht einfach getaucht werden, da sein Zimmer ein Mehrbettzimmer war und er sich sein Zimmer mit anderen Teilen muss.
Ich hatte dann doch zumindest um frische Laken gebeten. Mir wurde zwar später erzählt, dass das Zimmer neu gemacht wurde, aber ehrlich gesagt, sahen die Laken nicht so danach aus. Durch den vielen Regen war auch alles Klamm und das Haus gedeckt mit Stroh hat auch einen leicht muffigen Geruch. Aber ist ja nur für eine Nacht 😅
Ich setzte mich zu paar aus der Gruppe in den Garten und der Welpe kam wieder zu uns und ließ sich kraulen.
Eine aus meiner Gruppe spielte dann mit ihm, bis er dann beim Spielen die Krallen und Zähne auspackte (wie Welpen das machen) sie hatte dann ein paar Kratzer am Arm, die aber wegen Blutverdünner blutenden. Alles halb so schlimm, aber gleich ging das Gerücht rum, man muss vorsichtig sein, der Welpe sei bissig und hat schon gebissen.
Darauf reagiere ich ja ziemlich allergisch. Nein, der Hund hat nicht gebissen, er hat gespielt! So schnell gibt es Gerüchte.
Das Abendessen war dann ebenfalls Mondän. Die Tische edel eingedeckt, edle Kerzenständer usw. Die Suppe wurde am Platz serviert und dann gab es wie immer Buffet. Diesmal komme ich nicht so auf meine Kosten was essen angeht und ich habe meiner Mutter schon eine Liste an Gerichten geschickt, die ich mir wünsche 😅
Heute ging es dann mit dem Bus ist nächste Hotel in Richtung Krüger Nationalpark. Geht die Reise doch rapide dem Ende zu.
Ich ging von einer einfachen langen Busfahrt aus. Hatten wir bisher die Panorama Straße befahren, sollte es heute auch noch ein einem Canyon vorbei gehen.
Kurz nach dem Start fielen mir dann auch schon die Augen zu. Irgendwann fing Irene an zu erzählen und ich machte meinen Augen auf und wir waren in einer faszinierenden und einfach wunderschönen Umgebung 😍
Wie schön kann eine Landschaft sein? Mit diesem Grün, einfach wunderschön.
Das Gestein hat diese helle Grüne Farbe durch Flechten, die am Stein wachsen. Einfach schön.
Irgendwann gab es dann ein Stop. Hier sollte es einen Canyon geben.
Hammer! Wie schön ist das bitte? Und mit diesen Wollen. Einfach nur schön 😍 Hatte ich diesen Tag als einfache Busfahrt abgestempelt, war es jetzt doch Landschaftlich der schönste Teil der Reise.
Weiter ging es zu God's Window. Hier sollte man einen schönen Blick haben. Allerdings zog dicker Nebel auf und auf halber Strecke fing es dann auch ziemlich an zu regnen. Somit gab es nichts zu sehen, außer Nebel:
Für morgen ist dann eine ganztägige Safari im Krüger Nationalpark angesagt, bevor es am Montag nur wieder eine Busfahrt gibt und Dienstag noch eine Stadtrundfahrt in Pretoria, bevor es an den Flughafen und Abends dann über Nacht wieder nach Hause geht.
Aber das ist auch Ok. Ich freue mich schon wieder auf mein Bett, was leckeres zu Essen, eine schöne Badewanne und auf meinen Arbeit. Habe ich es diese Reise tunlichst vermieden Slack oder mein Firmenpostfach aufzumachen, gehe ich stark davon aus, dass es viel zu tun gibt sobald ich wieder daheim bin.


















































































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